Der Genealogische Verein Chemnitz besucht das
Karl-May-Geburtshaus in Hohenstein-Ernstthal
Es begann mit einem Vortrag von Herrn Harald
Mischnick am 21. Februar in unserem Verein. Gefüllt mit einer
Unzahl historischer Details berichtete er völlig ohne Konzept
über die Familiengeschichte von Karl May. Wir waren alle gebannt
schon von der unglaublichen Gedächtnisleistung. Mit ihm erschienen
waren Herr und Frau Harder, die die Karl May-Museen in Hohenstein-
Ernstthal und Radebeul betreuen. Von Frau Harder kam am Ende der
Vorschlag und die Einladung, mit unserem Verein das Karl
May-Geburtshaus zu besuchen. Dieser freundlichen Einladung kamen am 16.
Juni 2007 zehn Interessierte nach. Gespannt waren sie alle, denn
es war uns klar, dass uns eine sachkundige Führung erwartete.
Sie begann in der Karl-May-Begegnungsstätte,
wo uns im Lapidarium
steinerne Zeugnisse aus der Ortsgeschichte und die ersten Zeugnisse zu
Mays Familiengeschichte in Form eines Grabsteins von Karl-Mays Mutter
erwartete. Eine Überraschung erwartete uns danach in den
Räumen der Begegnungsstätte, wo derzeit eine
Dioramenschau mit Szenen aus verschiedenen Karl May-Büchern zu
sehen ist. Old Shatterhand und Winnetou kämpfen in sorgfältig
gestalteter Miniaturausführung in den Kulissen ihrer Jagdgebiete.
Es ist eine gelungene und künstlerisch perfekte Illustration der
Karl May – Geschichten, die zum neuen Lesen anregt.
Aber dann ging es hinüber zu dem schmalen und
engen Geburtshaus, in dem uns Frau Harder außerordentlich
lebendig, kenntnisreich und detailliert die Lebensgeschichte dieses
Schriftstellers vorstellte. Wir alle kennen die Bücher aus unserer
Jugendzeit und haben von dem wechselvoll schillernden Lebenslauf Karl
Mays gehört. Frau Harder verstand es, diese Lebensgeschichte
lebendig und packend darzustellen. Natürlich wurde sie dabei
unterstützt von der Vielzahl der Exponate, die ihn illustrierten,
aber zum Leben erweckt wurden sie von Frau Harder.
Dann besichtigten wir das Haus, die enge Weberstube,
die das ganze Elend dieser Menschen in der damaligen Zeit zeigte, einen
Raum mit kindgerechten Karl May –Exponaten und schließlich den
kleinen, schmalen Garten. Die Überraschung kam dort in Form des
„Buschgespenstes“, das uns einen Besuch abstattete.
Im Anschluss unternahmen wir mit Herrn Harder noch einen Rundgang
über den Markt, vorbei an der Taufkirche von Karl May und einer
Reihe von Häusern, liebevoll gekennzeichnet mit kleinen Tafeln,
die alle an den hier geborenen Schriftsteller erinnern.
Ein Teil unserer Gruppe fuhr danach zum Mittagessen
mit Herrn Harder zur Klausmühle, einem Ort, der mit seinem
Interieur noch heute einen Schauplatz einer seiner Romane darstellt.
Alles in allem ein gelungener Ausflug, wofür der
Familie Harder ein besonderer Dank gebührt.
Dr. Martin Hoffmann
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